Der allgemeine Kostendruck sowie der immer stärker
werdende Trend hin zur Privatisierung, zu Verbünden setzten alle
Player in der Health-Care-Branche unter Zugzwang. Häufig herrschen
noch in vielen Kliniken gewachsene Organisationsstrukturen, die mit ebenfalls
gewachsenen Infrastrukturen und Prozessen mit einer Vielzahl und oft undokumentierter
Schnittstellen einhergehen. Hier liegt ein wesentliches Optimierungspotenzial,
welches zugunsten nachhaltig optimierter Qualität und Kosten genutzt
werden kann.
Mit Hilfe eines Referenzmodells für Klinikprozesse und -infrastruktur
führen wir neue Prozesse ein. Auf der Grundlage unseres Referenzmodells
werden die individuellen Gegebenheiten eines Kunden abgeleitet. Diese
Quasi-Standardisierung ermöglicht die größtmögliche Effizienz der Prozesse
in sich und im Zusammenspiel miteinander sowie ihre schnelle Implementierung.
Durch Nutzung des Drei-Ebenen-Meta-Modells zur Beschreibung, Bewertung
und Planung von Informationssystemen im Gesundheitswesen erreichen wir
ein hohes Qualitätsniveau. Dieses Metamodell ist aus einer mehr als
zehnjährigen Entwicklungsarbeit an mehreren deutschen Universitätskliniken
entstanden und umspannt die Klinikprozesse von der Prozess-Ebene über
die Anwendungsebene bis zur physischen Infrastruktur-Ebene. Die zugehörige
Software stellt die Ebenen mit allen Elementen und Verbindungen grafisch
dar und hat bereits vielfach die Eignung unter Beweis gestellt.
Moderne medizinische Prozesse haben spezielle Anforderungen an die eingesetzten Kommunikationslösungen und Applikationen. Bei einerseits knappen Budgets und andererseits hohen Qualitätsansprüchen ist die konsequente und lückenlose Unterstützung der medizinischen Prozesse durch spezielle Applikationen ein wesentlicher Erfolgsfaktor im zunehmenden Wettbewerb. Insbesondere bei der integrierten Versorgung werden Interaktionszeiten optimiert und Verwaltungsprozesse automatisiert. Heute begleitet die elektronische Patientenakte den Patienten von der Aufnahme, über die Verlegung bis hin zur Entlassung. Diese steht online den behandelnden und betreuenden Abteilungen zur Verfügung und bietet jeweils die benötigten Funktionalitäten. Ein integriertes Leistungsmanagement gewährleistet die sichere Patientenabrechnung und die Kommunikation mit den Kassen. Der Bereich der medizinischen Dokumentation ermöglicht für den jeweiligen Dokumentationsprozess entsprechende Vorlagen und wird in den Gesamtworkflow voll integriert. Die Übersicht medizinischer Entscheidungen ist während des gesamten Behandlungspfades gegeben. Weitere Leistungsmerkmale einer Klinik Management Software sind u.a.
Unterschiedliche Funktionalitäten, wie z.B. die
Finanzbuchhaltung, das Controlling oder die Materialwirtschaft können
beim Anbieter A als integraler Bestandteil der Applikation angeboten und
beim Anbieter B nur über eine Schnittstelle mit einem Fremdprodukt,
wie z.B. SAP, angeschlossen werden.
Typische Anbieter für Klinik-Management-Software sind:
Die Entwicklung der Kommunikation zu konvergenten ITK-Lösungen
auf der Basis von IP schafft neue Möglichkeiten, die Kernprozesse einer
Klinik optimal zu unterstützen. Eine Investition in neue Kommunikationsinfrastruktur
soll daher nicht nur den Aufwand für den Betrieb alter Techniken
minimieren, sondern auch die Effizienz der Arbeit in der Klinik und die
Behandlungssicherheit für den Patienten verbessern. Hierfür
können als Beispiel der Einsatz von Alarmierungsservern, die mobile Visite
und der Einsatz von RFID in Verbindung mit WLAN-Infrastrukturen oder ein
erweiterter Schwesternruf angeführt werden.
Nach Patientenumfragen hat sich ein Multimedia-Angebot am Patientenbett
als Treiber für die Wahl einer Klinik durch den Patienten herausgestellt.
Auch diese Systeme sind Bestandteil einer effizienten Klinik-Kommunikation.
Sie können dazu beitragen, dass sich die Auslastung verbessert und die
Liegezeit des Patienten verkürzt, was bei einer Abrechnung nach Fallpauschalen
wiederum zur Ergebnisverbesserung beiträgt.
Auf der Grundlage der Prozessanforderungen entwickeln wir zukunftsweisende
Lösungen, wählen die Lieferanten aus und setzen die Lösungen bis
zur Übergabe in den Betrieb um.
Die Logistik spielt in einer Klinik eine wichtige Rolle. OP-Material, Medikamente und Verbandsmaterialien sowie der Transport von Patienten innerhalb einer Klinik oder zwischen Kliniken müssen beschafft bzw. organisiert werden. Hierfür stehen in den Kliniken häufig keine effizienten Prozesse und nur eine unzureichende IT-Integration zur Verfügung.
Bereits bei der IT-gestützten Planung von Behandlungspfaden muss eine Erfassung der erforderlichen Materialen möglich sein. Für die Bestellung können wiederum elektronische Verfahren (Online-Bestellungen) zum Einsatz kommen. Insbesondere für teure Verbrauchsmaterialien oder medizinische Geräte kann der Einsatz von RFID in Betracht kommen.
Im Ergebnis werden Arzt und Pflegepersonal entlastet und können sich stärker dem Wohl des Patienten widmen. Insbesondere bei der Medikamentenversorgung wird die Sicherheit erhöht. Die Verabreichung falscher Medikamente gehört zum Klinikalltag. Der Schaden für die Kliniken durch langwierige Behandlungsdauer oder sogar weitergehende Schäden ist signifikant.